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Der Text auf der Gedenk-Tafel lautet:
Der “Brückenheilige” Johannes von Nepomuk von Bert Gerresheim Stiftung des Heimatvereins “Düsseldorfer Jongens” 1985
Der 1393 durch den Sturz von der Karlsbrücke in Prag ermordete und 1729 kanonierte Heilige wird als Helfer in Wassernot und Beschützer der Brücken verehrt, seit 1945 auch als Tröster aller durch Unrecht Leidenden und Verfolgten.
Der Künstler hat dem Heiligen die Gesichtszüge des 1984 vom polnischen Staatssicherheitsdienst auf die gleiche Weise ermordeten Priesters Jerzy Popieluszko gegeben und Fesseln und Foltergerät den traditionellen Attributen des Heiligen – Kreuz und Zunge - hinzugefügt. Im Sockel erinnert der Namenszug Hilarius Gilges an einen von den Nationalsozialisten 1933 unter der Oberkasseler Brücke ermordeten Schauspieler.
Die Darstellung soll somit ein Mahnmal schweigenden Widerstands sein.
Im Sockel sind ausserdem Hinweise mit lokalem Bezug: Zur Geschichte der Oberkasseler Brücke 4 Bilder und das Gleitlager zum Brückenverschub 1976, das Stadtwappen und das Vereinsemblem des Stifters, der “Düsseldorfer Jongens”.
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Der historische Johannes v. Nepomuk, seit 1389 Prager Generalvikar, wurde 1393 das Opfer eines offenen Konflikts zwischen dem Erzbischof und König Wenzel IV.
Der tyrannische Herrscher wollte mit grausamen Folterungen von Nepomuk Auskunft darüber erzwingen, was Königin Sophie, Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach, gebeichtet hatte.
Nepomuk schwieg beharrlich, wurde geschunden, gefesselt, geknebelt, durch die Straßen Prags geschleppt und in die Moldau geworfen. 1729 wurde er wegen seiner Standhaftigkeit heilig gesprochen.
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